Den Garten durch den Urlaub bringen – Garten Tipps von DR. Protravel

Bald steht wieder die Urlaubszeit an, viele Gartenbesitzer sind über mehrere Wochen nicht zu Hause und der Garten bleibt zurück. Daher ist es jetzt schon wichtig zu klären, wie der heimische Garten in der Zeit der Abwesenheit gepflegt und gehegt werden kann, damit er nach dem Urlaub so schön wie zuvor ist. Hier einige Tipps, wie sich der Garten trotz Abwesenheit nicht in einen Dschungel an gut gedeihendem Unkraut und vertrockneten Pflanzen verwandelt.

 

Dieser Artikel wurde von M. Böhm geschrieben – Gewaechshaus-Ratgeber.Info

 

Grundsätzlich ist es immer von Vorteil, jemanden zu finden, der sich in der Zeit der Abwesenheit ein bisschen um die Gartenpflege kümmert. Hier ist ein netter Nachbar Gold wert und durch kaum etwas zu ersetzen. In der Regel übernimmt dieser die Gartenpflege kostenlos, kümmert sich ums Gießen der Pflanzen, manchmal auch ums Rasensprengen und -mähen und weitere kleinere Aufgaben rund um den Garten. Und als „Bezahlung“ wird meist nur die Gegenleistung beim Urlaub des Nachbarn verlangt – eine eindeutige Win-Win Situation ohne Mehrkosten. Und über ein kleines Souvenir aus dem gelungenen Urlaub freut der Nachbar sich bestimmt. Sollten die Nachbarn für solche eine Hilfe aus verschiedenen Gründen nicht verfügbar sein, kann man Verwandte oder Bekannte fragen, ob sie hier Gartenhilfe leisten können. Stehen weder Freund noch Verwandte oder Nachbarn für die Gartenpflege zur Verfügung, sollte man sich überlegen, ob zum Gießen der Pflanzen ein Bewässrungssystem mit Zeitschaluhr hier nicht zumindest das Vertrocknen der Pflanzen verhindern kann. Gerade bei längeren Reisen und langen regenfreien Perioden hat sich diese Art der Gartenpflege bewährt.

 

Gute Bewässerungscomputer (z.b. HIER) gibt es schon ab ca. 30,00EUR, je nachdem, wie groß die zu bewässernde Fläche ist. Um Kübelpflanzen vor dem Austrocknen zu schützen, kann ein alter Kinderpool sehr gute Dienste leisten. Einfach den Pool aufblasen, an ein schattiges, windgeschütztes und vor Regen geschütztes Plätzchen stellen, etwas mit Wasser füllen und die Kübelpflanzen hineinstellen. Die Kübel sollten dabei so dicht wie möglich aneinander gestellt werden, um zu verhindern, dass diese umfallen und die Pflanzen ertrinken. Als Faustregel gilt: der Pool wird si hoch befüllt, dass die kleinsten Pflanzgefäße ungefähr zur Hälfte mit Wasser bedeckt sind. Selbstverständlich muss darauf geachtete werden, dass nicht jede Pflanze diese Bewässerungsart verträgt. Zudem kann man mit dieser Art der Bewässerung allerhöchstens 10 Tage Urlaub überbrücken, da sonst die Staunässe zu Schädigungen an den Wurzeln führen kann.

Checkliste – was kann ich vor dem Urlaub tun, um den Pflanzen einen bestenmöglichen Start in den Urlaub zu ermöglichen

Mit dieser Checkliste übersteht dein Garten den Urlaub

  • Tipp 1:Rasen am Tag vor der Abreise auf ca. 4,5cm kürzen. Sollte der Rasen bei der Rückkehr sehr stark gewachsen sein, auf keinen Fall radikal zurückmähen, sondern, um kahle Stellen zu vermeiden, lieber mehrere Schnittschritte machen, bis die gewünschte Länge wieder erreicht ist.
  • Tipp 2: Vor der Abreise nicht mehr düngen und zu stark wässern – dies regt nur das Wachstum der Pflanzen weiter an und sie benötigen noch mehr Wasser. Lieber etwas weniger gießen, damit die Pflanzen sich an die kommende „Trockenperiode“ gewöhnen können. Im Garten bzw. auch für das Gewächshaus ist es wichtig das die Pflanzen mit ausreichend, aber nicht zu viel Nährstoffen und Wasser versorgt werden.
  • Tipp 3: Vor der Abreise sollten verblühte oder beschädigte Pflanzen entfernt werden und die Pflanzen noch einmal zurückgeschnitten werden. Obst, welches reif in den Bäumen hängt, sollte abgepflückt werden, da es sonst Fallobst wird und die Früchte auf dem Boden zu faulen beginnen. Sollten das gepflückte Obst nicht oder nicht vollständig als Reiseproviant mitgenommen werden können, gibt es bestimmt in der Nachbarschaft dankbare Abnehmer.
  • Tipp 4: Um eine optimale Versorgung des heimischen Gartens in der Urlaubszeit zu gewährleisten kann selbstverständlich der Sommerurlaub auch im eigenen Garten verbracht werden. Und in den Herbst – und Wintermonaten fährt man dann ans andere Ende der Welt, wo dann gerade Sommer ist – zum Beispiel in Australien.
  • 5.Tipp : Sollten sich privat keine Helfer finden und der Sommerurlaub auch Sommerurlaub bleiben, kann man auch immer noch auf professionelle Gärtnereien zurückgreifen – diese übernehmen während des Urlaubs gegen Entgelt die Pflege des Gartens auch während des Urlaubes. Hier kann man sich in der Regel sicher sein, dass die geliebten Pflanzen in fachlich gute Hände geraten, muss allerdings auch die Mehrkosten berücksichtigen, die dann wiederum die Urlaubskasse schmälern.

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